DIABETES MELLITUS

Diabetes oder „Zuckerkrankheit“ bezeichnet eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten.

Dr. Gerhard Klausmann - Diabetes Schulungszentrum Aschaffenburg

DR. GERHARD KLAUSMANN

Facharzt für Innere Medizin,

Diabetologe, Diabetologie DDG

Dr. Carmen Löhr - Diabetes Schulungszentrum Aschaffenburg

DR. CARMEN LÖHR

Fachärztin für Innere Medizin,

Gastroenterologie und Diabetologie;

Ernährungsmedizinerin

DIABETESTYPEN

Diabetes, was ist das eigentlich?

Diabetes mellitus ist der Sammelbegriff für verschiedene Stoffwechselstörungen, deren Leitbefund einen hohen Zuckergehalt des Blutes (Hyperglykämie) beschreibt. Mechanismen, welche zur Hyperglykämie führen, setzen überwiegend am Insulin – dem Hauptregelungshormon des Zuckerstoffwechsels im menschlichen Körper – an.

Was ist Diabetes eigentlich?

Wir bieten die passende Schulung für jeden Typ.

Diabetes ist nicht gleich Diabetes. Grundsätzlich lässt sich diese Stoffwechselerkrankung in zwei verschiedene Hauptformen unterteilen. Beiden gemeinsam ist die Erhöhung des Blutzuckers über den Normalbereich hinaus. Bei Typ 1 Diabetes ist die körpereigene Produktion von Insulin meist vollständig zum Erliegen gekommen, während es sich beim Typ 2 Diabetes hauptsächlich um eine Insulinresistenz handelt. Eine spezielle Form stellt der Gestationsdiabetes dar, bei dem nur während der Schwangerschaft hohe Blutzuckerwerte auftreten.

DIABETES TYP 1

Dieser Typ betrifft etwa drei bis fünf Prozent aller Erkrankten und tritt häufig erstmals in Kindes- oder Jugendalter auf. Eine besondere Form bildet der sogenannte LADA (Latent Autoimmune Diabetes in Adults, übersetzt: verborgener, autoimmun bedingter Diabetes bei Erwachsenen), der in der Regel erst nach dem 40. Lebensjahr in Erscheinung tritt. Ursache ist bei beiden Arten eine Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Dieser Vorgang ist immunbedingt und kann sehr schnell oder auch schleichend erfolgen. Fehlt Insulin, können die Körperzellen den wichtigen Energielieferanten Zucker nicht aufnehmen und verwerten. Der Zucker bleibt stattdessen im Blut und steigt dort rasch an. Durch die typischen Anzeichen, wie z. B. häufiger Harndrang, ständige Müdigkeit, usw. wird die Krankheit meist schnell erkannt.

Mit Hilfe der Insulintherapie ist heute eine gute Behandlung möglich, die dem Körper das gibt, was ihm fehlt. Gerade im Bereich Insulin gab es in den letzten Jahren große Fort­schritte, die das Leben der Typ 1 Diabetiker wesentlich erleichtert haben. Die richtige Handhabung und Dosis-Anpassung besprechen wir mit Ihnen ausführlich in der Schulung. Außerdem geben wir praktische Tipps für Ihren Alltag.

DIABETES TYP 2

Diese Form ist mit 95 % der Fälle die am häufigsten auftretende Art von Diabetes mellitus. Die Anzeichen treten schleichend auf und sind unspezifisch, daher wird die Diagnose häufig eher zufällig gestellt. Auslöser der Erkrankung ist eine Insulinrestistenz, d. h. das vom Körper produzierte Insulin kann nicht richtig wirken. Außerdem kommt es mit der Zeit zu einer „Erschöpfung“ der Bauchspeicheldrüse mit nachfolgendem relativem Insulinmangel. Als Ursachen spielen Vererbung, Übergewicht und Bewegungsmangel eine ausschlaggebende Rolle. Zusätzliche Faktoren können auch weitere Erkrankungen, bestimmte Medikamente und vieles mehr sein.

Eine gute Behandlung besteht vor allem darin, das Fortschreiten des Diabetes aufzuhalten. Wir möchten Sie gerne dabei unterstützen, Ihre Blutzuckerwerte mit viel Bewegung, einer gesunden Ernährung und der richtigen Therapie in den Griff zu bekommen und zu halten.

GESTATIONSDIABETES

Schwangere Frauen können einen sogenannten Gestationsdiabetes entwickeln. Die eigene Insulinproduktion reicht dann nicht mehr aus, um niedrige Blutzuckerwerte zu erzielen, wie diese in der Schwangerschaft notwendig sind. In diesem Fall helfen eine konsequente Ernährungsumstellung und eventuell die zusätzliche Gabe von Insulin. In speziell auf die Problematik des Schwangerschaftsdiabetes ausgerichteten Seminaren, haben unsere Patientinnen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich intensiv über eine geeignete Ernährung zu informieren.

LEBEN MIT DIABETES

„Ich habe gelernt mit Diabetes zu leben!“

Diabetes mellitus ist eine chronische Erkrankung, die bislang nicht heilbar ist und die Betroffenen somit ihr Leben lang begleitet. Daher ist es für jeden Menschen eine Herausforderung, die in verschiedenen Lebensabschnitten und Situationen ganz unterschiedlich empfunden werden kann: Als schwere Belastung, als ein lästiges Übel oder als ein Anreiz, Probleme anzupacken und zu meistern. Das Ziel besteht darin, die Krankheit mit dem täglichen Leben zu vereinbaren. Betroffen sind Bereiche wie z. B. Ernährung, Sport, Beruf, Schwangerschaft, Reisen und andere. Wenn Kinder betroffen sind, erfordert das viel Unterstützung durch die Familie und im sozialen Umfeld. Bei uns lernen Sie Möglichkeiten kennen, besser mit der Diabeteserkrankung umzugehen und den Verlauf selbst positiv zu beeinflussen.

WORAUF ES BEIM ESSEN WIRKLICH ANKOMMT!

Diabetes - Worauf es beim Kochen und  Essen ankommt

Grundsätzlich gilt für Diabetiker genauso wie für alle anderen Menschen, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung Gesundheit und Wohlbefinden fördert. Die Mahlzeiten sollten nicht zu kalorienreich sein und Sie ausreichend mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen versorgen.

Stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel lassen den Blutzucker ansteigen. Diese Kohlenhydrate sind allerdings wichtige Energielieferanten, die wir täglich brauchen. Aus Sorge vor steigenden Blutzuckerwerten sollten Sie keinesfalls auf Kohlenhydrate verzichten. Besprechen Sie individuell mit Ihrem Diabetesteam, welche Portionen für Sie günstig sind. Wenn eine Insulintherapie nötig ist, sind beim Essen ein paar zusätzliche Regeln sinnvoll.

In unseren Schulungen werden wir gemeinsam über gesundes und diabetesgerechtes Essen sprechen und gerne auch mit der Gruppe etwas Leckeres kochen.

Terminvereinbarung

SICH BEWEGEN TUT GUT – BESONDERS MIT DIABETES.

Diabetes: Sport und Bewegung tut gut!

Sportliche Aktivitäten machen Spaß und sind wichtiger Bestandteil der Diabetestherapie.

Regelmäßige Bewegung fördert nicht nur die körperliche Fitness und die geistige Leistungsfähigkeit, sondern hilft auch, den Diabetes gut in den Griff zu bekommen. Es gilt: Jede Art von Bewegung zählt – solange sie Ihnen gut tut!

In welchem Ausmaß die körperliche Aktivität betrieben werden kann und soll, hängt vom individuellen Alter, Fitnessgrad und von möglichen Begleiterkrankungen ab.

In unseren Kursen erhalten Sie noch viele weitere Informationen dazu. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, während der Schulung selbst praktische Erfahrungen zu sammeln.

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FREUEN SICH SICH AUF IHREN URLAUB?

Urlaub und Diabetes: Darauf sollten Sie achten!

Damit es eine schöne Zeit wird, berücksichtigen Sie mögliche Veränderungen, wie beispielsweise einen ungewohnten Tagesablauf, anderes Essen, verändertes Klima und körperliche Aktivität.

Sie sollten im Urlaub häufiger Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren, um Veränderungen zu erkennen und berücksichtigen zu können. Auch für den richtigen Umgang mit Ihrem Insulin haben wir einige nützliche Informationen für Sie in der Schulung.

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DER RICHTIGE AUGENBLICK?

Diabetes in der Schwangerschaft

Als Frau mit Diabetes mellitus haben Sie es in der Hand, gemeinsam mit Ihren Gynäkologen und Diabetologen eine Schwangerschaft gezielt zu planen.

Die Risiken für Mutter und Kind können heute minimiert werden. Der betreuende Diabetologe ist der Lotse und wird vor und während der Schwangerschaft die Stoffwechsellage genau überwachen. Er arbeitet eng mit anderen Fachärzten zusammen und wird diese, wenn notwendig, mit einbeziehen.

Die kontinuierliche Betreuung, d. h. Therapieanpassung, Beratung und Schulung, erfolgt regelmäßig bei Ihrem Diabetesteam.

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DIABETES BEI KINDERN

Diabetes bei Kindern

Kinder und Jugendliche mit Diabetes benötigen besondere ärztliche Fürsorge durch eine dem Alter entsprechende Therapie. Deshalb bieten wir eine regelmäßige, intensive Betreuung und die aktive Einbeziehung der Eltern an. Wir arbeiten eng mit Kinderärzten und Kinderpsychologen zusammen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Diabetes­beraterinnen in der Gemeinschaftspraxis.

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